Die globalen Zellstoffpreise erreichen ihren Tiefpunkt und erholen sich.
Nach einer Phase anhaltend niedriger Aktivität im ersten Halbjahr 2025 hat der globale Zellstoffmarkt zuletzt deutliche Anzeichen einer Bodenbildung gezeigt, wobei die Preise für Hartholzzellstoff die Stabilisierung und Erholung anführten, und die Branche steht kurz vor dem Eintritt in einen neuen Aufwärtszyklus.
Laut Daten von Fastmarkets RISI fiel der Preis für gebleichten Hartholz-Kraftzellstoff (BHKP) auf dem chinesischen Markt im ersten Halbjahr 2025 auf ein Tief von 545 US-Dollar pro Tonne – den niedrigsten Stand im gleichen Zeitraum seit fast drei Jahren. Dieser Preis nähert sich der Grenzkostengrenze einiger Zellstofffabriken mit hohen Produktionskosten. Führende Unternehmen haben deutlich gemacht, dass der aktuelle Preis eine Anpassung der Produktionskapazitäten erforderlich macht und einige ineffiziente Produktionsstätten unter Druck stehen, ihre Produktion zu reduzieren.
Die Haupttriebkraft für die Preiserholung liegt in der strukturellen Verbesserung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Auf der Angebotsseite wurden die 2,55 Millionen Tonnen Hartholzzellstoffkapazität von Suzano Cerrado und die 1,7 Millionen Tonnen inländische Kapazität von Liansheng, die 2024 intensiv in Betrieb genommen werden sollten, schrittweise freigegeben, und die Bedenken des Marktes hinsichtlich neuer Produktionskapazitäten haben sich weitgehend zerstreut. Gleichzeitig liegen die Einfuhrkosten für Nadelholzzellstoff aus Kanada bei bis zu 730 US-Dollar pro Tonne und bieten damit eine solide Stütze am Preistief, sodass nur noch wenig Spielraum für weitere Preisrückgänge besteht. Auf der Nachfrageseite haben die inländischen Hersteller von Hygienepapier und Verpackungspapier mit Beginn der traditionellen Hochsaison im September und Oktober begonnen, ihre Lagerbestände aufzufüllen. In Verbindung mit dem Lagerauffüllungszyklus vor dem chinesischen Neujahr dürfte dies die kontinuierliche Erholung der Zellstoffpreise weiter antreiben.
Branchenanalysten wiesen darauf hin, dass die weltweiten Zellstofflagerbestände nach ihrem historischen Höchststand in einen Abbauprozess eingetreten sind. Derzeit reichen die Lagerbestände an Nadelholzzellstoff für 49 Tage und die an Laubholzzellstoff für 54 Tage. Mit der Erholung der Nachfrage wird sich der Lagerdruck allmählich verringern. Für nachgelagerte Unternehmen bietet sich jetzt möglicherweise die beste Gelegenheit zur Lagervorbereitung. Es wird empfohlen, die Beschaffungszyklen in Abstimmung mit dem Produktionsbedarf sinnvoll zu planen.










